reitstallrevolution by Nicolett Menge
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Nicolett Menge lacht herzlich

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Deutschlands PferdeBusinessExpertin

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Nicolett in den frühen Jahren mit zwei Ponys
Nicolett in den frühen Jahren mit zwei Ponys
Nicolett mit ihrem ersten Pferd auf dem Reitplatz
Mit ihrem ersten Pferd auf dem Reitplatz

2010

Alles für „Prinz“ – ein echter „Traum-Gaul“.

2010 zog ich nach Dresden – offiziell für ein Agrarwirtschaftsstudium, inoffiziell für den Traum vom ersten eigenen Pferd. Prinz. Natürlich „vor dem Schlachter gerettet“ – der Klassiker, wenn Händler einen Pferde-Neuling mit glänzenden Augen vor sich haben. Mir war's egal. Prinz war mein Pferd.

Damit ich ihn mir leisten konnte, holte ich mir mit 19 meinen ersten Gewerbeschein. Die Rechnung war simpel: 6,45 € die Stunde als Angestellte – oder 120 € Tagespauschale selbstständig. Da musste ich nicht lange überlegen.

Das Studium war nach vier Wechseln endgültig Geschichte. Aber arbeiten, Geld verdienen und mein eigenes Pferd finanzieren? Das fühlte sich verdammt gut an.

Shetlandpony im Fotostudio
Shetlandpony im Fotostudio
Pferdeanhänger mit selbst gemaltem Banner: Pony Reiten hier
Selbst gemaltes Banner: Pony Reiten hier

2015

Die Nase Richtung Umsatz – mit Flocke & Locke.

Der Plan war Pferdephysiotherapie. Doch schnell wurde mir klar: Das Problem sind nicht die Pferde – es sind die Besitzer. Meine Leidenschaft verlagerte sich auf die Menschen, die wirklich lernen wollten.

Und dann fragte die Dresdner Unternehmerszene ständig: „Kannst du nicht Ponyreiten auf Festen anbieten?“ Ich bin fast 1,90 m groß, mein Pferd war definitiv kein Pony – das Bild war… sagen wir, komisch. Irgendwann gab ich nach und kaufte zwei Shetlandponys: Flocke und Locke.

Die Idee: ein nettes Zubrot. Falsch gedacht. Bereits auf den ersten Festen wurden wir überrannt. Wo die Nachfrage ist, liegt das Geld – so bekam die ProCapall GmbH ihren Zweitnamen: „PonyTruppe Dresden“.

2016

Mehr eine Art „Zirkus“ als eine Reitschule.

2.500 m² Gewerbeland in Dresden-Niedersedlitz. Klingt erstmal cool? Die Realität: kein Strom, kein fließendes Wasser – nur eine Wiese und eine große Portion Mut. Mein Reitplatz: ein Sandviereck mit Autoreifen als Sockel. Meine Sattelkammer: ein Wohnwagen. Die Pferde: monatelang in einem Festzelt mit mobilen Boxen.

Das Ganze hatte mehr von einem Wanderzirkus als von einer klassischen Reitschule. Egal – denn die Menschen, die mir über den Verkauf von zehn 10er-Karten ganze 7.500 € Startkapital anvertraut hatten, kamen wieder. Und brachten ihre Freunde mit, ihre Kinder und deren Freunde. Hier ging es nicht um Perfektion. Hier ging es um Leidenschaft.

  • Aufbau des Stallzelts
    Aufbau des Stallzelts
  • Ponys und Pferde in den Festzelt-Boxen
    Ponys und Pferde in den Festzelt-Boxen
  • Improvisierte Sattelkammer
    Improvisierte Sattelkammer
  • Luftbild des ersten Grundstücks
    Luftbild des ersten Grundstücks
Nicolett zu Pferd am Fürstenzug in Dresden
Zu Pferd am Fürstenzug in Dresden

Stimmt, ich passe eigentlich nicht in die Pferdebranche.

Keine Reiterfamilie. Kein Startkapital. Keine weißen Zäune und perfekten Turnierpferde. Meine Eltern hatten weder Pferde noch Ahnung von Landwirtschaft – und ehrlich gesagt: ich auch nicht.

Mit knapp 1,90 m Körpergröße war ich im Stall eher der ungewöhnliche Gast als die klassische Nachwuchsreiterin. Und ein reiterliches Naturtalent? Auch nicht. Meine Abzeichen und die Ausbildung zur Pferdephysiotherapeutin habe ich mir Schritt für Schritt erkämpft – mit viel Schweiß, ein paar blauen Flecken und definitiv keinem eleganten Sitz.

Genau aus diesem Grund behaupte ich, mit meiner Reitschule erfolgreicher geworden zu sein als die meisten Pferdebetriebe im deutschen Mittelstand.

2015 – 2020

Marketing und Prozesse – von Anfang an ein Muss.

Der erste Facebook-Post der PonyTruppe ging am 3. April 2015 online. Ein Jahr später gab es Onlineterminbuchung, klare AGB und Vorkasse – abgesagte Stunden bei schlechtem Wetter wurden nicht erstattet. Klingt streng? Nein, das war smart. Ohne Struktur und verlässliche Einnahmen kein Wachstum.

Team mit Masken beim Aufbau während Corona
Aufbau während Corona
Reitschulkinder packen mit an
Reitschulkinder packen mit an
  • Kündigung – und ein fahrendes Klassenzimmer

    Nach nur einem Jahr kam die Kündigung fürs erste Grundstück. Also: 18.000 m² Acker plus 1.500 m² Gewerbeland, 500 Meter entfernt. Jeden Tag wurden 6 Schulpferde mit dem Anhänger zum Unterricht gefahren – 14 Uhr hin, 18 Uhr zurück. Und wir waren trotzdem immer ausgebucht.

  • Corona – Krise oder Chance?

    Pünktlich zum Lockdown kam die lang ersehnte Baugenehmigung. Während alle ihr Geld festhielten, dachte ich: „Der Erfolg gehört den Mutigen.“ Wir nutzten zwei Monate Lockdown, um mit Familie und Freunden einen richtigen Ponyhof zu bauen.

  • Struktur schlägt Bauchgefühl

    Onlinebuchung, Vorkasse, klare Regeln, sichtbares Marketing – während andere noch Zettel am Hoftor hängen hatten, lief die PonyTruppe wie ein Uhrwerk. Genau diese Werkzeuge gebe ich heute an Pferdeunternehmer weiter.

Flutlicht über dem Reitplatz am Abend
Flutlicht über dem Reitplatz am Abend

2020 – 2022

Wenn du vor lauter Arbeit die Wahrheit nicht siehst.

Die nächsten drei Jahre? Pure Achterbahnfahrt. Drei Reitplätze liefen von 14 bis 19 Uhr wie ein Uhrwerk. Ich arbeitete mich, mein Team und meine Pferde buchstäblich tot, um die monatlichen Kosten zu decken – Gehälter, Versicherungen, Fahrzeuge, Kredite, Steuern. Die Liste war endlos.

Es war anstrengend, es war verrückt – und was ich damals noch nicht wusste: Es war so unnötig.

2022

Der Radikalschlag.

2022 geriet die Welt erneut ins Wanken: Energiekrise, steigende Kosten, dazu die neue Gebührenordnung für Tierärzte. Trotz mittlerer sechsstelliger Jahresumsätze saß ich plötzlich beim Schuldner-Anwalt. Insolvenzangst klopfte an die Tür. Mir wurde schlagartig klar: „Das, was ich tue, ist viel zu günstig und trägt sich nicht.“ Noch mehr arbeiten? Unmöglich. Also traf ich eine Entscheidung – keine einfache, aber eine notwendige:

  1. Ich kündigte alle bestehenden Kundenverträge.

  2. Ich löste mein Team auf.

  3. Ich verkaufte 11 Pferde.

  4. Ich stellte um: von Gruppenunterricht auf exklusive Einzelbetreuung – ein Modell, das ich notfalls allein stemmen kann.

  5. Und dann erhöhte ich die Preise.

Mein Gedanke war simpel: Wenn von 12 potenziellen Kunden nur einer bleibt, reicht das – solange er wirklich bleibt. Und genau das passierte.

Heute

Freiheit. Qualität. Erfolg.

Heute weiß ich: Es war die beste Entscheidung meines Lebens.

Mein Betrieb war ausgebucht – mit weniger Aufwand. Endlich Gewinn, drastisch gesunkene Kosten, engere und persönlichere Kundenbeziehungen. Und das Wichtigste: Ich war wieder glücklich.

2025 kam der schönste Beweis, dass das Modell trägt: Meine langjährige Mitarbeiterin Nadja übernahm mein Reitschulkonzept und machte sich damit selbstständig – und ich darf mich seitdem voll dem PferdeBusinessMentoring widmen. Nichts davon hätte geklappt ohne Marketing, klare Positionierung und die Unabhängigkeit von der Meinung einzelner. Genau das gebe ich heute weiter.

Nicolett reitet durch die Dresdner Altstadt Richtung Frauenkirche
Durch die Dresdner Altstadt Richtung Frauenkirche

Long Story Short

  1. 2010

    Umzug nach Dresden – offiziell fürs Studium, inoffiziell für den Traum vom eigenen Pferd. „Prinz“ zieht ein, der Gewerbeschein kommt mit 19.

  2. 2012

    Tagsüber LTE-Verträge verkaufen, abends Ausbildung zur Pferdephysiotherapeutin.

  3. 2015

    Gründung der ProCapall GmbH. Aus der Pferdephysiotherapie wird die PonyTruppe Dresden – Flocke & Locke ziehen ein.

  4. 2016

    Erstes eigenes Grundstück: 2.500 m² Wiese ohne Strom und Wasser – dafür mit Festzelt, Wohnwagen und viel Improvisation.

  5. 2017

    Kündigung, Umzug auf den Acker – die Schulpferde pendeln täglich per Anhänger. Ausgebucht trotzdem.

  6. 2020

    Zwei Monate Lockdown, ein komplett neu gebauter Ponyhof – mit Familie und Freunden.

  7. 2020–
    2022

    Hochbetrieb: 6 Mitarbeiter, 17 Schulpferde, 300 Reitschüler pro Woche. Mehr ging nicht.

  8. 2023

    Radikaler Neustart: Einzelbetreuung statt Gruppenunterricht, Preise von 169 € auf 319 €, 11 Pferde verkauft, Team aufgelöst.

  9. 2024

    Ausgebucht, profitabel, effizient – zufriedene Kunden, glückliche Pferde, eine glückliche Nicolett.

  10. 2025

    Nadja übernimmt das Reitschulkonzept – und ich widme mich zu 100 % dem PferdeBusinessMentoring.

„Mut zahlt sich aus – und die Pferdebranche darf sich nicht verschenken.“

Lass uns dein PferdeBusiness revolutionieren.

Du musst nicht bei null anfangen – ich habe die Fehler schon für dich gemacht. Und die Lösungen gleich mit entwickelt.